Wir über uns
Träger der Volkshochschule sind die Städte Velbert und Heiligenhaus
Klaus Schmitz
Vorsitzender der VHS-Zweckverbandsversammlung
Michael Beck
Verbandsvorsteher des VHS Zweckverbandes
Telefon 02056/13151
Die VHS-Zweckverbandsversammlung hat in Ihrer Sitzung am 12.12.2003 folgendes Leitbild beschlossen:
Unser Dekalog zu Selbstverständnis und künftiger Arbeit
1. Wir sind die kommunale Weiterbildungseinrichtung der Städte Velbert und Heiligenhaus und haben eine Geschichte:
Seit 01.01.1977 betreiben die Städte Velbert und Heiligenhaus für ihren Einzugsbereich (ca. 117.000 Einwohner) eine gemeinsame Volkshochschule, die größte im Kreis Mettmann. Bis 1977 hatten die Trägerstädte ihre eigene Volkshochschule, die Stadt Velbert seit 1919 – mit einer Unterbrechung in der Zeit des Nationalsozialismus – und die Stadt Heiligenhaus seit 1950.
2. Wir arbeiten in öffentlicher Verantwortung:
Auf der Basis des Weiterbildungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen und der Satzung des VHS-Zweckverbandes Velbert/Heiligenhaus sind wir der für jedermann offene, kommunale Weiterbildungsdienstleister, dessen Entscheidungsgremium die VHS-Zweckverbandsversammlung ist. Wir verpflichten uns auf Überparteilichkeit und weltanschauliche Neutralität, Unabhängigkeit von Gruppeninteressen und Gleichbehandlung der Geschlechter.
3. Wir haben feste Unterrichtsprinzipien:
Die VHS lässt sich bei der Planung ihrer Veranstaltungen leiten von
- eine der Gesundheit förderlichen Lern- und Arbeitsatmosphäre, die auch durch die Gestaltung der Unterrichtsräume und –gebäude ihren Ausdruck findet.
- dem nachhaltigen Bestreben, die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmerinnen zu fördern, indem eine Reflexion über die eigene gewachsene Kultur als Voraussetzung verstanden wird, fremde Lebensweisen zu verstehen und anzuerkennen.
- einer geschlechtergerechten Unterrichtsgestaltung, die die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von Männern und Frauen beachtet, die gleichberechtigte Kommunikation der Geschlechter fördert.
- einer „Gesellschaft für alle Lebensalter“ – so formulierte 1999 die UNO. Die VHS sorgt in ihren Unterrichtsveranstaltungen für den kontinuierlichen Dialog der Generationen, ermuntert ältere Menschen ihr Erfahrungswissen weiterzugeben und weckt so bei Jüngeren die Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen. Auf der Basis dieses akzeptierenden Dialogs werden dann neue Lerngegenstände bearbeitbar.
- einem gleichberechtigten Lernen behinderter und nicht behinderter Menschen, das ausgrenzende Vorurteile bearbeitet und Verbindendes und Trennendes thematisiert.
- der notwendigen Entfaltung lebensbegleitenden Lernens, das u.a. die individuelle Kompetenz beinhaltet, selbständige Lernprozesse nach eigenen Lerninteressen zu gestalten. Dabei sind die Potenziale der Neuen Medien zu nutzen.
- dem Teilnehmerinneninteresse nach vielfältigen Übungs- und Anwendungsmöglichkeiten des Lernstoffes, um den angestrebten Transfer in den Alltag zu erleichtern.
4. Wir haben ein breites flächendeckendes und vielfältiges Angebot:
Die VHS Velbert/Heiligenhaus legt zweimal im Jahr einen Lehrplan vor, Spektrum genannt. Er umfasst ein auf unseren Einzugsbereich bezogenes und den in dieser Region feststellbaren latenten und manifesten Bedarf ausgerichtetes Bildungsangebot in den Bereichen
- Grundbildung und Schulabschlüsse
- Arbeit und Beruf
- Sprachen und Kommunikation
- Kultur – Gestalten
- Gesundheit
- Gesellschaft und Umwelt
Dabei hat sich ein weit über dem gesetzlichen Rahmen liegendes Angebotsvolumen von ca. 30.000 Unterrichtsstunden im Jahr gebildet
5. Wir bieten auch maßgeschneiderte Fortbildungsangebote:
Neben dem Lehrplanangebot führt die VHS Velbert/Heiligenhaus maßgeschneiderte Sonderprogramme und Projekte durch, die von kleinen und mittleren Betrieben, Behörden, Verbänden und Vereinen vor allem in den Bereichen Personal- und Organisationsentwicklung, Schlüsselqualifikationen, EDV und Sprachen geordert und auch vor Ort umgesetzt werden können
6. Wir arbeiten professionell, teilnehmerfreundlich und wirtschaftlich effizient:
Die Arbeit der VHS Velbert/Heiligenhaus zeichnet sich aus durch
- fachliche und erwachsenpädagogische Kompetenz, die sich besonders in Beratung, Unterricht und Programmarbeit niederschlägt,
- teilnehmerfreundliches Handeln, das durch leichte Erreichbarkeit und Offenheit für Kritik und Verbesserungsvorschläge gekennzeichnet ist,
- kostenbewussten Umgang mit den finanziellen Ressourcen, für die gerade wir als öffentlich finanzierte Einrichtung eine besondere Verantwortung haben.
7. Wir stärken unsere Leistungsfähigkeit:
- durch gut ausgebildete Kursleiter/Innen
- durch motiviertes Personal
- durch Kooperation mit Bildungsträgern und Einrichtungen unseres Verbandsgebietes
- durch Vernetzung mit angrenzenden Volkshochschulen und den Volkshochschulen des Kreises Mettmann
- durch Zugehörigkeit zur Arbeitsgemeinschaft der Volkshochschulen im Regierungsbezirk Düsseldorf
- durch Mitgliedschaft im Landesverband der Volkshochschulen in NRW und im DVV
- durch Kooperation mit umliegenden Universitäten, Fachhochschulen und Berufskollegs
8. Wir entwickeln unser Profil weiter:
Unsere Arbeit ist beständiger Evaluation unterworfen. Zu den Entwicklungsfeldern gehören
- das Ermitteln und Wecken von bzw. das Reagieren auf Lernbedürfnisse sowie das Planen und Organisieren von Bildungsveranstaltungen
- das Beraten von Teilnehmern und Dozenten
- das Begleiten von Lernprozessen
- das Bereitstellen von Serviceleistungen
- ein modernes Bildungsmarketing
9. Wir haben Ziele:
Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht die Teilnehmerin/der Teilnehmer. „Lebenslanges und gelingendes Lernen“ muss den Bürgerinnen und Bürgern kompetent, kundenfreundlich und verlässlich gewährleistet werden. Die Akzeptanz unserer Bildungseinrichtung muss durch folgende strategischen Ziele erhöht werden:
- Qualitätssteigerung. Qualitätskriterien sind dabei die Einrichtungsqualität, die Programmqualität, die Durchführungsqualität und die Erfolgsqualität
- Verbesserung der Teilnehmerorientierung (z.B. Maßnahmen zur Teilnehmerzufriedenheit)
- Modernes, zeitgemäßes Bildungsmarketing
- Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
Instrumente dazu sind Qualitätsmanagement und Zertifizierung, Innovations- und Beschwerde- management, integratives Marketingkonzept (CJ) und Kosten-Leistungsrechnung.
10. Wir haben eine Zukunft: *
Gerade angesichts zurückgehender öffentlicher Mittel ist der effektive und effiziente Einsatz unserer Ressourcen unabdingbar zur Stärkung unserer Handlungsfähigkeit. Optimierung von Abläufen, Einsatz von Controllinginstrumenten und Steigerung der Motivation der Mitarbeiter charakterisieren unsere Organisationsstruktur.
So werden wir auch künftig in der Lage sein, uns auf sich verändernde Bildungsbedürfnisse und –notwendigkeiten – vor allem im Hinblick auf ein sich veränderndes Europa – einzustellen und den Bürgerinnen und Bürgern von Velbert und Heiligenhaus ein verlässlicher Partner zu sein.
* Der Punkt 10. ist gemäß Sitzung vom 12.12.2003 in der Überarbeitung.





